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Arbeiten im Winter

Falls die Herbst-Arbeiten zur Vorbereitung der Bäume auf den Winter noch nicht abgeschlossen sind, so können diese bei frostfreiem Wetter im Winter fortgesetzt werden.

Auch das Pflanzen der Obstbäume ist bei frostfreiem Wetter während des gesamten Winters möglich.

Der Winterschnitt kann ebenfalls weiter durchgeführt werden, solange die Temperaturen nicht mehr als vier Grad unter Null Grad sinken. Das Schnittgut lässt man am besten bis zum Ende des Winters unter den Bäumen liegen. Es dient so den Rehen und Hasen als Futter und lenkt diese von den Bäumen ab. Auf diese Weise lässt sich vielleicht der eine oder andere Schaden an den Bäumen durch Verbiss vermeiden.

Schnittgut als "Wildfutter"

Im unbelaubten Zustand der Bäume sind nun die Misteln sehr gut zu erkennen. Da es sich hierbei um Halbschmarotzer handelt, die ihren Wirtspflanzen (auf den Streuobstwiesen meistens den Apfelbäumen) Wasser und Nährstoffe entziehen, sollten diese rechtzeitig entfernt werden, bevor der gesamte Baum befallen ist. Um die Misteln dauerhaft zu entfernen, reicht es nicht aus, nur die Mistel an sich zu entfernen. Bei jungen Misteln kann man eventuell durch das Ausschneiden der Saugorgane die Misteln dauerhaft entfernen. Bei großen Misteln, deren Saugorgane bereits tief in den jeweiligen Ast eingedrungen sind, muss hingegen der befallene Ast bis ins gesunde und unbefallene Holz zurückgeschnitten werden.

Wer selbst Obstbäume durch Veredelung heranziehen oder eine weitere Sorte auf einen bestehenden Baum verdeln möchte, der kann zur Zeit der vollständigen Winterruhe möglichst kräftige, einjährige Triebe als Edelreiser schneiden. Edelreiser von Kernobstbäumen werden in der Regel von Dezember bis Anfang Februar geschnitten. Beim Steinobst beginnt der Saft in den Bäumen hingegen früher zu steigen, sodass diese Edelreiser bis Anfang (spätestens Mitte) Januar geschnitten werden sollten. Bis zur Veredelung lagert man die Edelreiser am besten bei hoher Luftfeuchtigkeit an einem dunklen, kühlen Ort. Sehr gut eignen sich hierzu alte Kellerräume mit Lehmböden, wo man die Edelreiser in Eimer mit feuchtem Sand steckt.

Falls sich in der vergangenen Vegetationsperiode Sträucher an ungewünschten Stellen ausgebreitet haben, so können diese im Winter zurückgeschnitten werden, ohne dass dabei brütende Vögeln gestört werden.

Einmal wöchentlich sollte man das eingelagerte Obst kontrollieren und angefaultes Obst aussortieren. Wenn es geschneit hat, freuen sich darüber vor allem die Vögel der Streuobstwiese.

  

Amseln und Drosseln freuen sich hier über Bohnäpfel

 

 



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