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Arbeiten im Frühling

Im Frühling sollten bis kurz vor der Blüte die letzten Baumschnitt- und Pflanzmaßnahmen abgeschlossen werden.

Bei anhaltender Trockenheit sind die Bäume in den ersten Standjahren (vor allem die im Frühjahr Gepflanzten) unbedingt ausreichend zu wässern. Hier empfiehlt es sich (je nach Witterung) eher seltener, dafür jedoch kräftiger (ca. 50 Liter/Baum) zu gießen, damit der gesamte Wurzelbereich und nicht nur die obere Bodenschicht mit Wasser versorgt wird. Ein gut angelegter Gießring erleichtert das Wässern des Baumes erheblich.

Um ein zu schnelles Austrocknen der Erde im Wurzelbereich zu verhindern, sollte die Baumscheibe um den Stamm (etwa 1,5 Meter Durchmesser) unkrautfrei gehalten und oberflächlich gelockert werden (Darauf achten, dass die Wurzeln nicht beschädigt werden!). Der Unkrautbewuchs würde eine große Wasser- und Nährstoffkonkurrenz für den Baum darstellen, der vor allem in den ersten Standjahren die Vitalität und das Wachstum des jungen Hochstammes negativ beeinflussen kann. Die Baumscheibe kann zur Unterdrückung des Unkrautbewuchses auch mit organischem Material (z. B. eine max. 10 cm dicke Schicht Rasenschnitt) abgedeckt werden, wobei der Bereich direkt um den Stamm herum freigelassen werden sollte. Diese Mulchschicht verrottet über den Sommer teilweise und düngt zusätzlich den Baum. Das nicht verrottete Material sollte jedoch spätestens im Herbst wieder entfernt werden, da dies Wühlmäuse anlocken könnte, die wiederum die Wurzeln oder den Stamm schädigen.

Vor dem Austreiben der Bäume sollten nach Möglichkeit neue Leimringe an den Bäumen angebracht werden, um so den Ameisen den Weg in die Baumkrone zu erschweren. Auf diese Weise lässt sich indirekt der Blattlausbefall reduzieren, da die Ameisen sonst die Blattläuse "melken" und vor deren Feinden beschützen würden. Die Blattläuse saugen aus den jungen Trieben den Pflanzensaft heraus, können jedoch den Zucker nicht verwerten und scheiden diesen wieder aus. Diese Ausscheidungen werden dann von den Ameisen als Nahrung aufgenommen, weswegen Ameisen die Blattläuse auf den Bäumen regelrecht züchten.

Auch auf den Befall mit Frostspannerraupen ist ab dem Austreiben der Bäume zu achten. Diese Raupen können vor allem an jungen Bäumen zu erheblichen Fraßschäden an den Blättern führen und so die Entwicklung des Baumes beeinträchtigen. Um einem Frostspannerbefall vorzubeugen, sollten im Herbst vor den ersten Nachtfrösten Leimringe an den Bäumen angebracht werden, die die flugunfähigen Weibchen an der Eiablage in der Krone hindern. Diese bleiben dann an den Leimringen kleben und legen dort oftmals ihren gesamten Eivorrat am Leimring ab. Die Leimringe müssen somit im Frühjahr vor dem Schlüpfen der Jungtiere unbedingt entfernt und entsorgt werden. Sollte es dennoch zu einem massiven Frostspannerbefall kommen, kann die Spritzung mit einem Bacillus thuringensis-Präparat (einem für den ökologischen Landbau zugelassenen, biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel) Abhilfe schaffen. Eine Spritzung von größeren Bäumen ist in aller Regel nicht erforderlich. Auch ein schwacher Frostspannerbefall muss nicht bekämpft werden, da die Raupen von den heimischen Singvögeln gerne zur Jungtieraufzucht verwendet werden, sodass diese den Schädlingsbefall natürlich regulieren.  Prä    Eine Spritzung. h K

EbenfallsEEbenfalls ist mit dem Austreiben der Bäume auf Mehltaubefall (besonders bei länger andauernden Schönwetterperioden) zu achten. Idealerweise entfernt man die mehltaubefallenen Triebe bereits beim Winterschnitt. Spätestens beim Austreiben sind jedoch die befallenen Triebe und Blätter durch Abschneiden der entsprechenden Pflanzenteile zu beseitigen, da sich sonst der Pilz weiter ausbreiten würde. Mehltaubefall ist im Allgemeinen recht einfach an dem weißen, puderartigen Belag auf den jungen Blättern zu erkennen.

Das Frühjahr ist auch der beste Zeitpunkt um die Bäume z. B. mit Kompost zu düngen, da vor allem jetzt die Nährstoffe für ein gesundes Wachstum benötigt und von den Wurzeln gut aufgenommen werden. Zu späte Düngergaben im Sommer können bewirken, dass die Triebe nicht rechtzeitig abschließen und so stärker für Frostschäden anfällig werden.

Sollten an den Bäumen (vor allem am Stamm) Krebswunden sichtbar sein, so müssen diese im Frühjahr ausgeschnitten werden, da die Wunden im Laufe der bevorstehenden Vegetationsperiode gut verheilen können. Dies sollte nach Möglichkeit bei trockener Witterung geschehen. Außerdem sollte das herausgeschnittene Material restlos aufgesammelt und verbrannt oder über die Biotonne entsorgt werden, um weitere Infektionen zu verhindern. Aus demselben Grund sollte das verwendete Werkzeug nach Gebrauch desinfiziert werden, bevor es wieder zum Einsatz kommt.



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