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Baum pflanzen

Hier haben wir die wichtigsten Infos sowie das Material und Werkzeug aufgelistet, das für die Pflanzung eines Hochstamm-Obstbaumes benötigt wird. Außerdem haben wir kurz die Vorgehensweise beschrieben, wie wir aufgrund unserer mehrjährigen Erfahrungen einen Baum pflanzen und vor Verbissschäden bei Schafbeweidung oder vor Wild schützen. Diese Pflanzanleitung werden wir bei Gelegenheit noch erweitern und mit entsprechenden Bildern etwas anschaulicher gestalten.

Wenn Ihr für Euren Baum einen geeigneten Standort ausgewählt habt, solltet Ihr unbedingt beachten, dass ein ausgewachsener Hochstamm später einmal viel Platz benötigt. Wir empfehlen deshalb einen Pflanzabstand von mindestens 10 Meter x 10 Meter (besser 12 Meter x 12 Meter) einzuhalten. Für etwas schwächer wachsende Obstarten (z. B. Zwetschgen, Mirabellen, Sauerkirschen, Mispeln) sind teilweise auch 8 Meter ausreichend. Für besonders starkwachsende Obstarten (z. B. Süßkirschen, Mostbirnen, Walnüsse, Speierlinge) ist hingegen ein Pflanzabstand von 15 Meter zu empfehlen, damit die Streuobstwiesen später nicht zu dicht wird und der Wiesencharakter erhalten bleibt. Außerdem sind bei der Pflanzung die gesetzlich vorgeschriebenen Abstände der Obstbäume zu den Grundstücksgrenzen zu beachten, die Ihr am besten bei Eurer Gemeinde erfragt.

Der ideale Pflanzzeitpunkt für einen Streuobstbaum ist der Herbst, da bei einer Bodentemperatur von mindestens 4°C das Wurzelwachstum noch aktiv ist und die Bäume bis zum Austreiben im Frühjahr durch die neu gebildeten Feinwurzeln besser anwachsen. Besonders aufgrund der trockenen Frühjahrswitterung während den vergangenen Jahren empfehlen wir unbedingt die Herbstpflanzung. Prinzipiell können die Bäume jedoch in dem gesamten Zeitraum nach dem Laubfall im Herbst bis vor dem Austrieb im Frühjahr gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist.

Wenn Ihr Eure Bäume über eine Baumschule oder Sammelbestellung organisiert, solltet Ihr unbedingt darauf achten, dass die Wurzeln der Bäume nicht austrocknet. Deshalb sollten die Wurzeln schon bei dem Transport vor Wind, Frost und Sonneneinstrahlung (z. B. mit einer Folie) geschützt werden. Solltet Ihr die Bäume nicht gleich nach dem Abholen pflanzen können, so sollten die Wurzeln der Bäume entweder in Wasser gestellt werden (max. 2-3 Tage!) oder aber in ausreichend feuchte Erde eingeschlagen werden.

Nun aber zur Pflanzung:

Notwendiges Werkzeug und Material:

 

Vorgehensweise:

  1. Pflanzgrube ausheben (ca. 80-100 cm Durchmesser, ca. 80 cm tief; Grassoden, Oberboden und Unterboden getrennt lagern)
  2. Untergrund spatentief lockern
  3. Baumpfahl (ca. 2,25 Meter lang) einschlagen, sodass er später nicht in den Kronenansatz ragt
  4. Unterboden (mit etwas Kompost angereichert ) in die Pflanzgrube einfüllen
  5. Wurzel des Baumes anschneiden (nur schadhafte Wurzelstellen entfernen)
  6. Baum in das Pflanzloch stellen und Höhe kontrollieren (Veredelungsstelle soll ca. 10 cm über dem späteren Bodenniveau sein!)
  7. Oberboden (ebenfalls mit etwas Kompost angereichert) zum Teil in die Pflanzgrube einfüllen. Dabei den Baum leicht rütteln, damit keine Hohlräume entstehen
  8. Erde leicht antreten und mit Wasser einschlämmen (ebenfalls gegen mögliche Hohlräume)
  9. Mit den Grassoden einen Gießringanlegen, restlichen Oberboden beifüllenund Baumscheibe mit Kompost abdecken
  10. 3 x 1,75 Meter-Pfähle als Weideschutz (bei Schafbeweidung) einschlagen und oben mit den Halbrundhölzern verschrauben
  11. 2 x Stacheldraht als Weideschutz anbringen (in ca. 40 und 60 cm Höhe)
  12. Pflanzschnitt durchführen (Äste ggf. formieren)
  13. Baum mit Kokosstrick am Baumpfahl anbinden
  14. Drahthose um den Stamm und Baumpfahl als Verbissschutz anbringen
     
Frisch gepflanzter Baum mit Weide- und Verbissschutz (vor dem Pflanzschnitt)

Nach dem Pflanzen der Bäume solltet ihr diese in den ersten Standjahren unbedingt regelmäßig wässern, um das Anwachsen zu erleichtern. Andernfalls kann es durch Trockenstress schnell zu Wachstumsbeeinträchtigungen kommen. Außerdem kann dadurch der Baum schnell für Schwächeparasiten (z. B. den ungleichen Holzbohrer) anfällig werden, die den Baum massiv schädigen können.

Außerdem empfehlen wir, Leimringe an den Bäumen (gegen Frostspanner und Ameisen bzw. Blattläuse) anzubringen, die Baumscheibe unkrautfrei zu halten und den Boden oberflächlich zu lockern. Auch das Abdecken der Baumscheibe mit organischem Material (z. B. Rasenschnitt) während der Vegetationsperione ist sehr zu empfehlen. Außerdem solltet Ihr regelmäßig den Baum auf Krankheiten, Schädlinge und sonstige Verletzungen kontrollieren, um diesen rechtzeitig entgegenwirken zu können.

Weitere Infos zur Pflege der Streuobstwiese im Jahresverlauf erhaltet Ihr hier...  

 



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