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Streuobstwiesen > notwendige Mindestpflege

Notwendige Mindestpflege von Streuobst- wiesen

Da es sich bei den typischerweise auf Streuobstwiesen am häufigsten anzutreffenden Obstarten wie Apfel, Birne, Kirsche und Zwetschge um Kulturpflanzen handelt, müssen diese in den ersten Standjahren entsprechend gepflegt werden, soll aus ihnen ein langlebiger, leistungsfähiger und ökologisch wertvoller Obsthochstamm erwachsen.

Diese notwendige Pflege wird heutzutage oftmals unterschätzt bzw. ist aufgrund von fehlendem Fachwissen Vielen nicht bekannt, sodass eine große Zahl der neu gepflanzten Bäume kümmert, frühzeitig vergreist und letztendlich nach wenigen Jahren abstirbt. So ist bei Neupflanzungen neben der richtigen Sorten- und Standortwahl, vor allem ein entsprechender Verbissschutz um den Stamm erforderlich. Oftmals wird (v.a. in gefährdeten Gebieten) die Pflanzung des Baumes in einen Wühlmauskorb aus Sechseckgeflecht (Hasendraht) empfohlen. Die Verwendung eines unverzinkten Drahtgeflechtes hat sich bei uns als überflüssig erwiesen, da der Draht innerhalb weniger Monate weggerostet war und keinerlei Schutz mehr geboten hat. Die Verwendung eines verzinkten Drahtgeflechtes bietet den Wurzeln auf jeden Fall einen sicheren Schutz, allerdings ist unklar, ob dadurch das Wachstum des Baumes später negativ beeinflusst. Es gibt Erfahrungsberichte einzelner Personen, die von einem kümmerlichen Wachstum der Bäume nach ca. 10 Jahren berichten.

Ist der Baum erst einmal gepflanzt, soll nach Möglichkeit unter dem Baum eine unkrautfreie Baumscheibe angelegt werden, da der Bewuchs ansonsten eine starke Wasser- und Nährstoffkonkurrenz für den jungen und empfindlichen Baum darstellen würde. Des Weiteren sind bei Bedarf entsprechende Pflanzenschutzmaßnahmen durchzuführen (z. B. Leimringe gegen Frostspanner) und die jungen Bäume bei anhaltender Trockenheit in den ersten Standjahren unbedingt zu bewässern. Dadurch wird Trockenstress vermieden, der den Baum besonders anfällig für verschiedene Schädlinge bzw. Schwächeparasiten wie beispielsweise den Ungleichen Holzbohrer machen würde.

Neben diesen Maßnahmen zählen der Pflanz- und Erziehungsschnitt zu den wichtigsten Tätigkeiten, die in den ersten Jahren regelmäßig durchzuführen sind und die ab der Ertragsphase vom sogenannten Überwachungs- oder Erhaltungsschnitt sowie im fortgeschrittenen Baumalter vom Verjüngungsschnitt abgelöst werden. Diese Schnittmaßnahmen dienen vor allem dazu, eine tragfähige Krone aufzubauen und zu erhalten sowie den Ertrag des Baumes langfristig zu sichern.

Neben der Baumpflege ist die Pflege des Unterwuchses von Streuobstwiesen von großer Bedeutung, da die Flächen ansonsten innerhalb weniger Jahre verbuschen würden. Aus diesem Grund ist das Grünland entweder abzuweiden, oder aber ein- bis zweimal pro Jahr zu mähen. Aus naturschutzfachlicher Sicht wäre neben der Beweidung (bei entsprechendem Verbissschutz für die Bäume vorzugsweise mit Schafen) die ein- bis zweischürige Mahd mit Abtransport des Mähgutes nach dem Abblühen der Wiesenkräuter anzustreben, um die meist zu nährstoffreichen Flächen auszumagern und auf diese Weise die Vielfalt des Unterwuchses zu fördern. Auch empfiehlt es sich den Bewuchsi m Bereich um die Bäume herum kurz zu halten, um den Wühlmäusen keine Deckung vor ihren Feinden zu bieten. Andernfalls ziehen sich die Wurzelschädlinge genau in die Bereiche zurück, in denen man sie nicht haben möchte.

 

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